Entscheidung in Weymouth beim Sailing World Cup 06.-12.Juni

23.05.16

Moin aus Flensburg,

vor einer Woche sind wir von unserer vermeintlich „letzten Olympiaausscheidung“ für die Olympischen Spiele in Rio2016 zurückgekommen.
Im Vorwege der Regatta haben wir uns entschieden, unsere beiden Nacra17 bei der Regatta dabei zu haben. Ein großes Dankeschön an Jörn Erichsen, der uns bei all unserer Logistik eine riesen Hilfe ist!
Gemeinsam mit unserem Trainer Jörg Rothert haben wir uns sehr gut auf die Regatta vorbereitet. Jörg hat uns in den letzten Monaten unglaublich unterstützt und dabei helfen können, mit unserer Leistung einen großen Schritt nach vorne zu kommen.
In den Speedruns und den Trainingsrennen in Hyeres waren wir überwiegend sehr gut dabei und hatten ein gutes Gefühl für den World Cup.
Am ersten Tag retteten wir uns in einem Starkwindrennen über den Rennkurs. Als eines der wenigen Teams, die nicht gekentert sind, gingen wir als fünftes Boot über die Ziellinie. Die Bedingungen waren definitiv am Limit, Lea hat aber einen großartigen Job bei uns an Bord gemacht und den Gennacker stehen gelassen, als der Rest der Flotte schon überwiegend ohne gefahren ist. Nur 15 Boote schafften es ins Zeitlimit.
Leider finden solche Rennen im Nacra17 nicht ohne ein Verletzungsrisiko statt, so dass unsere britischen Trainingspartner nach Tag 1 der Regatta, aufgrund einer Knieverletzung der Vorschoterin, diese vorzeitig beenden mussten. Selbst nach dem guten Ergebnis müssen wir sagen, dass das Rennen wirklich am absoluten Limit gesegelt wurde.
Am zweiten Tag machten wir da weiter, wo wir am Vortag aufgehört haben. Zwei starke Ergebnisse setzen uns vorrübergehend auf Platz 3 der Gesamtwertung. Wir schaffen den Start in die Regatta, den wir uns erhofft haben und segeln auf Augenhöhe mit der Weltspitze. Zwei weitere solide Ergebnisse bedeuten am Ende des Tages Rang 5 in der Gesamtwertung. Diese Positionierung hätte gereicht, um die wichtige DOSB Norm zu erfüllen, sowie auch das direkte deutsche Duell zu gewinnen. Acht Punkte musste wir zu unseren Deutschen Konkurrenten Kohlhoff/Werner aufholen.
An Tag 3 gingen wir nach langem Warten auf Wind etwas verspätet aufs Wasser. Wir starteten nicht perfekt, aber gut genug in den Tag und liegen nach den ersten beiden Rennen des Tages auf dem siebten Gesamtrang. Unsere Deutschen Konkurrenten auf Platz 22. Wir liegen damit immer noch in einer sehr aussichtsreichen Position, um unseren Traum in die Realität umzusetzen.
Im Rennen drei des Tages kommt es zu Zweikampfsituationen, ab 6 Minuten vor dem Start, mit dem Team Kohlhoff/Werner. Wir sind auf solche Situationen vorbereitet, jedoch spielen die sechs Knoten Wind für die Konkurrenz. Wir sitzen eben doch auf Katamaranen, die bei leichtem Wind nicht schnell genug drehen. Da wir den Fokus auf unser Gesamtergebnis legen müssen haben wir plötzlich zwei Aufgaben gleichzeitig. In einem Rennen schaffen wir es ein mittelmäßiges Ergebnis zu erzielen, im Weiteren schafft es das Team Kohlhoff/Werner, im Laufe des Rennens vor uns zu segeln. Für beide Teams ein großer Rückschlag, denn nun sieht es eng aus mit der DOSB Norm.
Am letzten Tag starten wir schlecht in den Tag, können uns im zweiten Rennen des Tages im Mittelfeld positionieren. Wir machen uns vor dem letzten Rennen noch einmal bewusst, dass wir es nach eineinhalb Jahren mit der Weltspitze aufnehmen können. Der Wind nimmt zu, wir segeln zwei Angleichschläge vor dem Start und wissen, dass wir das letzte Rennen gewinnen werden. Sicherlich kann das im Nachherein jeder schreiben, aber ich denke es gibt Momente im Segeln, da fühlt man sich eins mit dem Boot. Und wenn Steuermann und Vorschoterin beide wissen, dass jetzt alles zu 100% passt, kann ein perfektes Rennen gesegelt werden. Und wenn es etwas wie ein perfektes Rennen gibt, dann haben wir es in Hyeres gesegelt. Wir sagen die rechte Seite vor dem Start an, starten am Schiff, wenden auf die rechte Seite. In dem Rechtsdreher geht es zurück auf die Layline und führen an der ersten Tonne. Bis zum Ziel geben wir die Führung nicht aus der Hand, auf dem Amwind und auf dem Downwind sind wir schneller als die Konkurrenz. Trotzdem beenden wir die Regatta „nur“ auf einem enttäuschenden 13. Platz.
Wenige Punkte fehlen uns für die Medalrace Teilnahme, wenige Punkte zur Erfüllung der DOSB Norm.
Eine Woche nach der Regatta erfahren wir, dass uns der DSV eine weitere Chance für uns beim Sailing World Cup Weymouth (6.-12. Juni) geben würde. Diese muss noch vom DOSB bestätigt werden. Wir müssen unter die besten 10 in England segeln und drei Punkte auf das Team Kohlhoff/Werner aufholen. Wir nehmen die Punkte aus den bisherigen Qualifikationsregatten mit.
Es spielen im Segeln viele Faktoren eine Rolle und trotzdem sind wir uns sicher, dass wir die Chance in Weymouth nutzen können.

Vielen Dank für die Unterstützung und den unglaublichen Rückhalt aus der Heimat. Wir gehen in England nicht nur für unseren Traum an den Start, sondern für den Flensburger Segel-Club, unsere Unterstützer und Sponsoren, unsere Freunde und Familien, für Schleswig-Holstein und dafür, dass Deutschland eine weitere Medaillenchance bei den Olympischen Spielen in Rio2016 hat.

Viele Grüße, Lea und Jan

Auf dem Weg nach Rio XVII-Alles für Rio

26.04.16

Hola aus Hyeres, morgen startet der Sailing World Cup in Hyeres und damit unsere finale Olympiaausscheidung.

Wir fühlen uns gut vorbereitet und sind startklar! Ergebnisse und News unter: swc.ffvoile.com Im Anhang unser aktueller Newsletter. Vielen Dank für die viele Unterstützung und viele Grüße aus Südfrankreich, Lea und Jan

Bitte hier als PDF herunterladen

Auf dem Weg nach Rio - 6.Platz bei Princess Sofia Trophy!

02.04.16 

Hola aus Mallorca,

wir beenden die Princess Sophia Trophy auf dem 6. Platz!

Im heutigen Medalrace belegen wir Platz 8 und können damit unsere Platzierung halten.
Es war eine gute Woche für uns und wir konnten unsere positiven Trainingsergebnisse zum großen Teil auch im internationalen Feld umsetzen.
In den nächsten drei Wochen werden wir, gemeinsam mit Jörg Rothert, an einigen Punkten arbeiten und freuen uns auf die finale Olympiaausscheidung in Hyeres(Südfrankreich)!

Vielen Dank für die tolle Unterstützung, ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen! Ergebnisse gibt es unter folgendem Link: http://www.trofeoprincesasofia.org/en/default/races/race-resultsall

Viele Grüße, Lea und Jan

Auf dem Weg nach Rio - Bereit für Princess Sofia Trophy!

27.03.16 

Hola aus Mallorca, wir sind bereit für die Princess Sofia Trophy!

Nachdem wir fünf Tage in der Heimat verbracht haben, sind wir auf Mallorca wieder gut ins Training eingestiegen. In den letzten Tagen konnten wir super Ergebnisse in den Trainingsrennen erzielen und fühlen uns gut vorbereitet für den ersten Wettkampftag morgen! Wir sind schnell unterwegs und starten selbstbewusst in die Regatta.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung, wir geben in den nächsten 6 Tagen wieder alles!

Mehr Infos zur Regatta gibt es unter: www.trofeoprincesasofia.org/en/default/races/race Viele Grüße, Lea und Jan 

Auf dem Weg nach Rio XIV - World Cup Miami 2016

02.02.16

 

Hallo aus Clearwater,

wir konnten den Miami World Cup auf dem 11. Platz beenden und fühlen uns gut vorbereitet für die anstehende Weltmeisterschaft!

Nach zwei segelfreien Tagen, geht es morgen wieder zum Training auf den Golf von Mexico.

Im Anhang befindet sich unser aktueller Newsletter.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung aus der Heimat! Wir haben uns über die vielen Nachrichten sehr gefreut!!

Viele Grüße,

Lea und Jan

 Bitte den Newsletter als PDF-Datei herunterladen

Auf dem Weg nach Rio - Nordamerikanische Meisterschaften 2016

22.01.16

Hi aus Miami,

wir haben in den letzten Tagen einige Stunden auf dem Wasser in der Biscaine Bay vor Miami verbracht und an den Nordamerikanischen Meisterschaften teilgenommen.

Die Trainingsergebnisse und auch die Regatta stimmen uns sehr positiv. Der Speed stimmt und wir landen bei der Regatta auf dem 9. Platz. Ergebnisse gibt es unter folgendem Link: www.regattanetwork.com/event/11485 (Auf Race Results klicken und zu Nacra17 scrollen)

Einige Punkte haben wir auf dem Wasser liegen gelassen, die wir bei dem Miami OCR World Cup besser machen wollen.

Der World Cup beginnt am Montag und dient als Vorbereitungswettkampf oder auch Generalprobe für die anstehende Weltmeisterschaft.

Wir werden gegen die gleichen Teams antreten, die auch bei der WM in Clearwater am Start sind. Michael Bock vom Flensburger Tageblatt hat einen schönen Artikel über uns geschrieben, der die momentane Situation gut zusammenfasst:
www.shz.de/sport/lokaler-sport/lokaler-sport-flensburger-tageblatt/showdown-in-florida-jetzt-fliegt-der-trainer-nach-id12520636.html

Heute beginnt die Vermessung für den World Cup und wir werden noch aufs Wasser gehen, um einige Speedtests zu machen.

Morgen machen wir einen Tag Pause und gehen übermorgen noch einmal mit Jörg Rothert aufs Wasser, der morgen aus Deutschland zu uns kommt.

Wir freuen uns schon sehr auf die Rennen ab Montag und melden uns wieder nach dem World Cup!

Vielen Dank für die tolle Unterstützung aus der Heimat!

Viele Grüße, Lea und Jan

Auf dem Weg nach Rio XIII – Windy Weymouth

28.11.2015

Intensives Trainingslager im windigen Weymouth/ England.

Nach der Europameisterschaft in Barcelona ging es für uns nach einer kurzen Pause zurück nach Weymouth an der Südküste Englands.
In 1,5 Monaten trainierten wir in mehreren Blöcken mit unseren britischen Trainingspartnern Tom Phipps/ Nicola Boniface.
Nach einer Woche bei super Wetterbedingungen wurde es windiger. Ein Sturm jagte den nächsten. Die Bucht beim Olympiahafen von Weymouth ist durch eine Mauer begrenzt. Innerhalb dieses Beckens (ehemalig als Militärhafen genutzt) konnten wir auch bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 25 Knoten noch segeln, was mit einer hohen Welle nahezu unmöglich wäre.
An Tagen mit etwas weniger Wind konnten wir bei Strömung und Welle außerhalb des Beckens in der Weymouth Bay segeln. Überwiegend konnten wir an unseren Starkwindtechniken arbeiten und wichtige Fortschritte machen.
Die zu windigen Tage nutzten wir im Fitnessstudio und um unser neues Boot perfekt vorzubereiten. Genau: das neue Boot! :) Dürfen wir vorstellen? „Feuer und Flamme“!
Durch die großartige Unterstützung des FSC, LSV, SVSH und unserer Sponsoren können wir uns darüber freuen, einen zweiten Nacra17 benutzen zu dürfen. Das neue Boot wirkt deutlich steifer und wir hatten seit dem ersten Segeln einen super Eindruck. Durch das zweite Boot können wir nun auch trainieren, während das andere schon auf der Reise nach Amerika ist.
Anfang Januar werden wir nach Clearwater/ Florida reisen, um uns dort auf dem WM-Revier einzusegeln. Ende Januar fahren wir von dort für zwei Regatten nach Miami und anschließend zurück nach Clearwater, wo Mitte Februar unsere Weltmeisterschaft 2016 stattfindet. Da die WM gleichzeitig unsere zweite Olympia-Ausscheidung sein wird möchten wir alle Voraussetzungen, um im Februar physisch, psychisch und materiell top fit zu sein, erfüllen können.
Wir befinden uns gerade mitten in der Organisation der Reise und werden nächste Woche unser neues Boot in den Container verladen. Die Gesamtkosten für die Zeit in Florida sind sehr hoch und die Organisation sehr komplex. Mit den Containerkosten, Unterkünften, Flügen, etc. kommt eine hohe Gesamtsumme zusammen und wir bemühen uns diese Kosten so gering wie möglich zu halten.
Zeitnah wird es nötig sein, unseren Fokus wieder voll auf die segel-technischen Aspekte zu legen, um die Voraussetzungen für einen Erfolg im Februar zu gewährleisten. Deshalb sind wir natürlich weiterhin für jede Unterstützung sehr dankbar. Wir sind stolz, dass wir den nächsten Schritt in unserer Olympia-Qualifikation gehen können und bei der WM in Clearwater starten.
Ein großes Dankeschön an den Flensburger Segel-Club und all unsere Sponsoren! 
Heute beginnt unser Training in Flensburg. Momentan erlauben die Temperaturen es, in der Heimat zu trainieren und wir freuen uns schon sehr, gemeinsam mit unserem Heimtrainer Jörg Rothert einige Runden auf der Förde zu drehen. Wir nutzen die Chance auch, um unsere beiden Boote noch einmal gegeneinander zu testen und das Material auf den besten Stand zu bringen (danke an Cedric Menzel und Scott Maley!), bevor das Regatta-Material dann nächste Woche in den Container geht.
Wir werden die letzten 2,5 Monate vor unserer WM in Clearwater bestmöglich nutzen und zusammen mit unseren Trainern die Arbeit auf dem Wasser nochmals intensivieren.
Wir geben alles für Rio und wissen, dass wir unsere Leistung weiter gesteigert haben und weiter steigern können!

Vielen Dank für Eure unglaubliche Unterstützung!

Jan und Lea

Auf dem Weg nach Rio XII – EM und erste Olympia-Ausscheidung

15. Oktober 2015 

Bei der Europameisterschaft in Barcelona landen wir am Ende auf Platz 15 in der europäischen Wertung und werden insgesamt 17.
Unsere Kontrahenten um das deutsche Ticket für Rio werden achte und haben damit neun Punkte Vorsprung in der internen Olympia-Ausscheidung.
Im Vorwege der Europameisterschaft bereiteten wir uns intensiv auf dem Mittelmeer vor Barcelona vor. Gemeinsam mit einem britischen Team trainierten wir bei überwiegend leichten Windbedingungen und konnten unser Speedpotential deutlich verbessern.
Nach einer einwöchigen Pause in der Heimat ging es vier Tage vor Beginn der Meisterschaft zurück nach Barcelona. Letzte Bootsarbeiten, Vermessung, Boot polieren und dann ging es los.
Entgegen der Leichtwind-Erwartungen gab es am ersten Tag Wind und Welle. Perfekte Segelbedingungen, bis auf ungewöhnlich viel Treibholz auf dem Rennkurs. Baumstämme im Wasser machten die Rennen zum Teil zu einem Hindernissparkur, bei dem die Abstimmung vom Steuern und dem Segeltrimm für Ausweichmanöver extrem wichtig war. Wir kamen gut über den Kurs, im ersten Rennen noch im Mittelfeld, dann Platz 10 und 14.
Am nächsten Tag ähnliche Bedingungen und etwas bessere Platzierungen für uns. Ein Problem mit unserem Gennackerfall kostete uns allerdings im ersten Rennen des Tages wichtige Punkte. Dreimal kam uns der Gennacker auf dem Downwind herunter. Zuvor ist es uns nie passiert, nun leider bei der Olympiaausscheidung. Wir haben das Beste daraus gemacht und das Problem nach dem Rennen so gut es geht gelöst. Positiv war, dass wir anschließend mit den Plätzen 9 und 11 gezeigt haben, dass wir uns nach einem solchen Ausfall wieder zurück kämpfen können.
Im Zwischenergebnis lagen wir nach zwei Tagen auf dem 14. Gesamtplatz. Am nächsten Tag wurde das Segeln bereits um 12 Uhr aufgrund von zu viel Wind und Welle abgesagt.
Am darauffolgenden Tag ließ uns der Wind im Stich und die 3m Restdünung machten Segeln unmöglich. Erneut keine Rennen. Uns war bewusst, dass der nächste Tag wichtig sein würde, vor allem um es noch in das Finale der besten 10 zu schaffen.
Wir starteten bei leichtem Wind gut in den Tag. Platz sechs im ersten Rennen war ein super Einstieg. Ein schlechter Start brachte uns einen 22. Platz im nächsten Rennen. Wir änderten unsere Herangehensweise am Start und kamen an der Luvtonne an zweiter Stelle an. Dann folgte ein Fehler den ich so schnell nicht vergessen werde: Eine zu frühe Wende auf die Layline und ein anschließend leichter Winddreher verhindern das Passieren der Bahnmarke. Zwei Wenden direkt vor der Tonne in einem Weltklasse-Feld schmeißen uns sofort zurück auf den zwölften Platz. Im Ziel Platz 10. Im nächsten Rennen ein weiterer Fehler vor der Tonne. Wir müssen einen Penalty drehen, aufgrund einer Tonnenberührung. Bei leichten Winden und einem engen Feld bedeutet es für uns Platz 31, anstatt Platz 6 an der ersten Tonne. Eine große Enttäuschung für uns nach dem Zieldurchgang. Das Medalrace war damit verloren. Wie knapp es am Ende wirklich war, sahen wir anhand der dichten Punktabstände anschließend auf der Liste. Nach einem finalen Rennen am letzten Tag beenden wir die Regatta auf dem 17. Gesamtplatz und Platz 15 in der europäischen Wertung.
Wir hatten es in der Hand ins Medalrace zu fahren und waren mit unserer Leistung bei allen Windbedingungen noch nie so dicht an den internationalen Top-Teams wie zuvor. Dass am Ende ein Rennen über Platz 10 oder Platz 17 entscheidet, zeigt die Leistungsdichte in dem Feld. Andererseits zeigt es uns aber auch, dass wir es geschafft haben, nach einem Jahr auf dem Level von internationalen Top-Teams zu segeln. Uns ist bewusst, dass in einem Team, welches erst ein Jahr zusammen segelt, Fehler passieren können. Wir wissen auch, dass wir in den nächsten vier Monaten die Zeit haben solche Fehler abzustellen. Vier Monate bis zur nächsten OlympiaAusscheidung in Clearwater/ Florida.
Wir gehören nach einem Jahr in der Olympischen Bootsklasse zu den Top15 Teams in Europa. In der Olympiaqualifikation liegen wir mit 9 Punkten hinter unserer Deutschen Konkurrenz. Wir sind uns sicher, dass wir diesen Rückstand aufholen können und haben das klare Ziel bei der WM diesen nächsten Schritt zu machen.

Vielen Dank für die unglaubliche Unterstützung!

Lea und Jan 

Auf dem Weg nach Rio XI - EM Vorbereitung

13. September 2015

Hola aus Barcelona!

Etwas verspätet endlich wieder ein Newsletter von uns. Wir sitzen gerade bei Regen und Gewitter in Barcelona an Land und nutzen die Gelegenheit um die letzten intensiven Trainingswochen zusammen zu fassen.

Nach dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft folgte ein einwöchiges Trainingslager in Malmö, zusammen mit einem schwedischen und einem norwegischen Team. Im Anschluss ging das Training auf der Flensburger Förde weiter. Gemeinsam mit den Norwegern und einem weiteren Team aus Dänemark, konnten wir in der Heimat trainieren. Nach 9 Monaten Regatten und Trainingslagern fast ausschließlich im Ausland, war die Zeit Zuhause sehr wertvoll für uns. So bekamen wir die nötige Kraft, um Anfang September zur EM Vorbereitung nach Barcelona aufzubrechen. Seit gut einer Woche sind wir nun in Barcelona auf dem Wasser und bereiten uns auf die Europameisterschaft, Ende diesen Monats, vor. Der erste Tag hier war etwas chaotisch und nach nur 20 Stunden in Barcelona standen wir ohne Fahrräder da. Aber das gehört in Barcelona wohl dazu. Über die Segelbedingungen können wir uns allerdings nicht beschweren. Zusammen mit einem britischen Team trainieren wir meist bei traumhaftem Wetter und überwiegend leichten Winden. Eine Woche Training liegt nun noch vor uns, dann geht es für fünf Tage nach Hause und am 23.09. zurück nach Barcelona. Am 28.9. beginnen die ersten Rennen der Europameisterschaft und damit unsere erste Qualifikations-Regatta für die Olympischen Spiele in Rio 2016.

Da wir nach der WM viele Fragen zum Auswahlverfahren für Rio erhalten haben, möchten wir die Kriterien einmal kurz darstellen. Seit der WM im Juli gibt es einen deutschen Startplatz in der Nacra 17 Klasse für die Olympischen Spiele 2016. Entgegen anders lautender Pressemitteilungen steht jedoch nicht fest, welches Team den Startplatz bekommt. Darüber entscheidet die interne Olympia-Qualifikation, welche aus drei Regatten besteht und diesen Monat für uns beginnt. Unsere drei Qualifikationsregatten sind: 1. Europameisterschaft 2015 in Barcelona/Spanien (September 2015) 2. Weltmeisterschaft 2016 in Clearwater/Florida (Februar 2016) 3. World Cup 2016 in Hyeres/Frankreich (April 2016) Wir fahren nach Rio wenn wir folgende Kriterien erfüllen: 1. bestes Deutsches Team 2. einmal Top12 bei einer der Regatten 3. unter den Top10 Nationen über alle drei Regatten Jeder Wettkampf zählt einzeln. Punkte gibt es für die Platzierungen 1-20. Das Team mit den meisten Punkten liegt am Ende vorne. Abendliche Trainingseinheit in Malmö. Wir werden alles geben, um nach dem World Cup in Hyeres 2016 vorne zu liegen und möchten in Barcelona dafür einen wichtigen Schritt machen. Vielen Dank für die großartige Unterstützung. Wir glauben fest daran in Rio dabei zu sein.

Lea und Jan

Auf dem Weg nach Rio IX– Weltmeisterschaft 2015 in Aarhus

12.07.15

Mit Platz 31 konnten wir unsere eigenen Erwartungen an diese Weltmeisterschaft nicht erfüllen.
Unsere Trainingspartner Kohlhoff/Werner schaffen es, das deutsche Nationenticket für Rio 2016 zu ersegeln. Nach einem halben Jahr Regatta-Erfahrung im Nacra17 war die WM für uns der erste Wettkampf in diesem Jahr, bei dem wir zeigen wollten, was wir in den vergangen Monaten gelernt haben.
Primäres Ziel für die Regatta war es das Nationenticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio zu holen, entweder durch uns oder unsere Trainingspartner Paul Kohlhoff und Carolina Werner.
Sekundär war die WM für uns eine Generalprobe für die erste interne Olympia-Qualifikation, die Ende September in Barcelona stattfinden wird.
Nach einer Top 10 Platzierung in der Trainingsregatta vor der WM, blickten wir zuversichtlich auf die bevorstehende Weltmeisterschaft.
Die gesamte WM war von schwierigen Wetter- und Windbedingungen geprägt. Gesegelt wurde nur an drei von sechs geplanten Renntagen.
Am ersten Tag war nicht genug Wind und an den folgenden Tagen gab es lange Wartezeiten oder Rennausfälle aufgrund stürmischer Windbedingungen.
Am Ende segelten wir nur 8 der geplanten 15 Rennen. Dadurch wurden die einzelnen Ergebnisse der gesegelten Rennen umso wichtiger.
Durch zu offensives Startverhalten segelten wir in den ersten drei Rennen zwei schlechte Ergebnisse und einen Frühstart. Mit zwei stabilen Rennen(13,13) konnten wir uns anschließend als 33. knapp für die Gold-Fleet qualifizieren.
Mit nur drei Gold-Fleet Rennen beendeten wir die Regatta auf dem 31. Gesamtplatz von 66 gestarteten Booten: 11 Plätze von unserem gesetzten Ergebnisziel entfernt und weit weg von unserer eigenen Erwartung und der Leistung aus den letzten Wettkämpfen.
Durch die gute Leistung von Kohlhoff/Werner (Platz 5), bekommt Deutschland ein Nationenticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Diese WM ist für uns definitiv ein Wettkampf mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite sind wir enttäuscht, dass wir unsere Leistung nicht bei der WM abrufen konnten, auf der anderen Seite freuen wir uns, dass unsere gemeinsame Arbeit mit Paul und Caro Früchte getragen hat und Deutschland einen Nacra17 zu den Olympischen Spielen nach Rio schicken darf. Wir wissen, dass wir mehr können, als wir in der letzten Woche in Aarhus gezeigt haben.
Vor uns stehen intensive Trainingswochen, bis zur ersten der drei internen Olympia-Qualifikationen in Barcelona. Wir wissen auch, dass es eine Lücke nach vorne zu schließen gibt. Wir haben uns fest vorgenommen in den nächsten Wochen gemeinsam alles zu geben, um genau das zu schaffen.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

Lea und Jan

Auf dem Weg nach Rio VIII – World Cup in Weymouth

17.06.15

Die Olympischen Ringe auf Portland erinnern an die Spiele 2012 in London.
Nach der Regatta in Holland ging es für uns direkt weiter nach Weymouth in Süd-England, wo der nächste World Cup stattfinden sollte.
Entgegen den Erwartungen hatten wir fast durchgehend super Wetter mit viel Sonnenschein. Und auch der Wind blieb nach Holland auch in England sehr kräftig. Unsere Trainingspartner in England waren dieses Mal ein japanisches Team, mit dem wir uns den britischen Trainer Mark Bulkeley teilten.
Die Trainingsbedingungen in dem Olympiarevier von 2012 sind hervorragend. Eine Mauer trennt ein Becken von der Bucht von Weymouth; dadurch ist es geschützt und bietet selbst bei starkem Wind noch flaches Wasser. Außerhalb der Mauern beginnt bei passender Windrichtung jedoch sofort die Welle.
Nach fünf erfolgreichen Trainingstagen freuten wir uns auf den freien Tag, bevor die Regatta begann. Der musste dann jedoch ausfallen, weil wir kurzfristig zur Equipment Inspektion ausgewählt wurden. Auf der einen Seite ist es gut, dass das Material genau kontrolliert wird und alle Boote mit dem gleichen Gewicht an den Start gehen. Auf der anderen Seite bedeutete das „Los-Pech“ für uns einen weiteren gesamten Tag Bootsarbeit (Boot komplett abbauen, wieder aufbauen und alles kontrollieren). Letzten Endes verlief das Wiegen unseres Bootes und die Vermessung gut und wir konnten vor dem ersten Renntag beruhigt ins Bett gehen.
Der World Cup begann mal wieder windig und mit einer für uns ungewohnten Welle mit bis zu 1,5m. Mit guten Einzelplatzierungen kämpften wir in dem stark besetzten Feld mit um den Einzug ins Medal Race (ein Rennen für die Top 10 Boote am letzten Tag). So lagen wir am vorletzten Tag auf dem 12. Gesamtplatz, die Punkte bis Platz sechs sehr dicht zusammen. Aufgrund einer Disqualifikation im ersten Rennen, hatten wir unser streichbares Ergebnis jedoch schon eingefahren.
In einer Regattaserie hat jedes Boot die Möglichkeit, sein schlechtestes Ergebnis zu streichen. In unserem Fall mussten wir deshalb etwas defensiver segeln, um z.B. keinen Frühstart zu riskieren und ein weiteres Mal die volle Punktzahl für ein Rennen zu riskieren. Genau dies passierte uns dann leider doch am letzten Tag, womit wir die volle Punktzahl mit in die Wertung nehmen mussten. Am Ende gab es für uns daher kein Medalrace, sondern den Gesamtplatz 17.
Nach kurzer Enttäuschung am letzten Tag, können wir rückblickend mit dem Training und dem World Cup in England sehr zufrieden sein. Die Regatta war unsere Generalprobe für die Weltmeisterschaft in Aarhus. Mit unserer Platzierung in Weymouth hätten wir in Aarhus das Nationenticket für die Olympischen Spiele in Rio gelöst. Das ist unser Ziel für den anstehenden Wettkampf. Am Anfang des Jahres haben wir uns gesagt, dass wir vor der WM in einer Position sein möchten, dies zu schaffen. Dieses Zwischenziel haben wir nun erreicht.
Trotz großer Fortschritte mussten wir in Weymouth auch feststellen, wie anstrengend die letzten vier Wochen Training und Wettkämpfe ohne richtige Pause waren. Für uns hat es deshalb die höchste Priorität gesund und frisch in die WM zu starten. Unsere Erfahrung aus dem letzten halben Jahr zeigt, dass wir dann die besten Ergebnisse abliefern. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden in der nächsten Woche nicht an unserem Heim-Wettkampf der „Kieler Woche“ teilzunehmen. Wir hätten beide unglaublich Lust die Regatta zu segeln, die klare Priorität liegt aber bei der anstehenden WM, die nur eine Woche nach der Kieler Woche beginnt.
Seit Montag sind wir wieder zurück ins Flensburg und werden die Zeit hier nutzen uns zu erholen und unser Boot perfekt für die anstehende Weltmeisterschaft vorzubereiten. Ende nächster Woche geht es dann nach Aarhus, wo am 03.Juli offiziell unsere WM beginnt.
Auf einmal macht es „Rums“: Schon wieder eine Qualle getroffen!
Wir melden uns wieder aus Dänemark :-)

Vielen Dank für die tolle Unterstützung auf unserem Weg!

Herzlich Grüße Lea und Jan

Delta Lloyd Regatta 2015 / Eurosaf Regatta

01.06.15

Auf dem Weg nach Rio VII.

In der vergangenen Woche haben wir an der Eurosaf Regatta in Medemblik (Holland, Ijselmeer) teilgenommen.
Mit Platz 14 von 42 gestarteten Booten erzielten wir unser bisher bestes Regatta-Ergebnis und qualifizieren uns damit für den anstehenden World Cup in Weymouth (Südengland). Ein Tagessieg am ersten Tag belohnt uns für unser Training der letzten Wochen in Flensburg und Aarhus. Ein Frühstart und zwei Kenterungen verhindern eine Platzierung weiter vorne, trotz dessen auf dem 14. Gesamtrang zu landen motiviert uns für den anstehenden World Cup.
Zunächst trainierten wir nach dem letzten World Cup in Südfrankreich in Flensburg. Zusammen mit unserem Vereinstrainer Jörg Rothert konnten wir besonders an unserer Manövertechnik arbeiten und machten wichtige Fortschritte. Neben den Trainingseinheiten konnten wir einiges an Bootsarbeit erledigen. Im Olympischen Segeln ist der Nacra17 wohl das Boot, das zwischen den Segeleinheiten am meisten Arbeit macht. Um bei Wettkämpfen vorne dabei zu sein, ist ein perfekt ausgebautes und eingestelltes Boot unabdinglich.
Vielen Dank an dieser Stelle auch an Cedric Menzel, der inzwischen schon ein Teil unseres Teams geworden ist.
Aus Flensburg ging es für eine windige Woche nach Aarhus, um einen Eindruck von dem WM-Revier zu bekommen. Anfang Juli werden bei der Weltmeisterschaft in Aarhus drei weitere Nationenplätze für die Olympischen Spiele 2016 vergeben. Zusammen mit unseren deutschen Trainingspartnern Kohlhoff/Werner ist es das Ziel einen dieser Plätze zu ersegeln, um Deutschland für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.
Nach einer kurzen Pause ging es für uns nach Holland zur Delta Lloyd Regatta. Heute fahren wir mit der Fähre weiter nach England, um dort in den nächsten Tagen zu trainieren und das Gelernte aus Holland beim nächsten Wettkampf direkt umzusetzen. Ob wir nach dem World Cup in England an der Kieler Woche teilnehmen werden, möchten wir uns momentan noch offen halten. Die wichtige Weltmeisterschaft folgt direkt nach der Kieler Woche und wir möchten fit und erholt in den Wettkampf starten. Wir freuen uns über unsere Entwicklung und bedanken uns für die tolle Unterstützung, die uns dies ermöglicht! Wir melden uns wieder aus England :-) Lea und Jan

Princess Sofia Trophy 2015 auf Mallorca

06.04.15

Hola aus dem Flieger Palma de Mallorca – Hamburg: Gestern konnten wir unseren letzten Regattatag bei der Princess Sophia Trophy mit einem sechsten Platz in der Gold-Flotte abschließen.
Insgesamt landeten wir als beste Deutsche auf dem 25. Platz und haben uns damit für den anstehenden World Cup in Hyeres (Sudfrankreich) qualifiziert.
In dem 56 Boote starken Feld durften wir in den vergangenen Tagen gegen die gesamte Weltspitze segeln. Die Regatta wurde in zwei Tage Qualifikation und drei Finaltage aufgeteilt.
Nach den ersten beiden Tagen Qualifikation wird das Feld in das Gold-Fleet und Silber-Fleet eingeteilt.
Die Regatta startete mit einem sehr windigen ersten Tag. Direkt im ersten Rennen traf das Feld auf eine Sturmboe. 41 Knoten waren zu viel fur die meisten, uns erwischte es 500 Meter vor dem Ziel. Mit etwa 20 Knoten Bootsspeed stechen wir in eine Welle ein, überschlagen uns und liegen auf der Seite. Wieder aufgerichtet bleibt der Wind mit 30-40 Knoten zu stark um wieder auf den Vorwindkurs abzufallen. Wir entscheiden uns Mast, Boot und vor allem uns unbeschadet zu lassen und geben das Rennen auf. Nur zehn, der 28 Boote unserer Startgruppe schaffen es ins Ziel, fünf davon treiben gekentert über die Linie. Im Rennen danach nimmt der Wind etwas ab, wir führen das Feld zwei Runden an und werden kurz vorm Ziel von drei Booten uberholt.
Platz 4 und ein DNF(Did not Finish) aus dem ersten Rennen sind beim Blick auf die Ergebnisliste am Abend kein schlechtes Ergebnis. Sechs Masten sind am ersten Tag gebrochen, viele Teams mussten die Rennen aufgeben. Wir stehen mit einer Wettfahrt in der Wertung noch in einer guten Ausgangsposition, um am zweiten Tag Qualifying die Goldgruppe (die ersten 50% des Feldes) zu erreichen.
Der zweite Tag war geprägt von einem anderen Extrem. Wir warteten sieben Stunden auf dem Wasser auf Wind, um am Abend zwei Rennen zu segeln und die Qualifikationsphase der Regatta abzuschließen. Wir hielten die Anspannung den ganzen Tag über hoch, gaben unser Bestes bei allen gestarteten Rennen und Starts, die dann wieder abgeschossen wurden. Als es dann wirklich losging, waren wir am Start zu spät dran und rutschten in die hintere Reihe. An der ersten Tonne lagen wir auf dem vorletzten Platz, 500 Meter Abstand zum Hauptfeld; doch dann segelten wir unseren bisher wohl besten und schnellsten Vorwindkurs (gefühlt flogen wir bis zum Gate). An der Tonne hatten wir wieder Anschluss zum Feld, im Ziel Platz 15. Im nächsten Rennen ein solider 9. Platz. Wir lagen damit auf dem 22. Platz in der Gesamtwertung.
Die nächsten drei Tage ging es in der Gold-Fleet gegen die besten Segler der Welt weiter. Wir starteten mit einem eher schwachen ersten Tag. Zum ersten Mal waren wir in der Situation nur noch gegen die Besten zu segeln. Kleinste Fehler werden doppelt bestraft; so bedeutet eine schlechte Wende ein Verlust von zwei bis drei Booten. Wir kamen in den nächsten beiden Tagen deutlich besser mit dem starken Feld zurecht und konnten mit guten Einzelplatzierungen (6,13,14) zeigen, dass wir dichter in die Richtung unseres Zieles kommen. Oft kamen wir unter den ersten zehn an der ersten Tonne an, verlieren dann jedoch über die Rennen einige Boote. Wir wissen woran wir bis zu unseren Saisonhöhepunkten (WM,EM) arbeiten müssen und geben unser Bestes um unsere Manöver und unseren Speed möglichst schnell weiter zu verbessern. Am Ende liegen wir als bestes Deutsches Boot auf dem 25. Platz. Wir freuen uns beim nächsten World Cup in Hyeres starten zu dürfen und uns mit den besten 40. der Welt zu messen. Deutlich wurde es in Palma noch einmal wie wichtig es ist mit perfektem Material an den Start zu gehen, um den gleichen Speed wie die Besten Teams fahren zu können. In den nächsten Tagen versuchen wir zudem einen Ersatzmast zu erhalten, um bei einem Mastbruch eine Regattaserie zu Ende segeln zu konnen. Nach knapp zwei Monaten mit Trainingsblöcken und der intensiven Regatta auf Mallorca ist unser Boot nun wieder gut verpackt im Trailer, um seine Reise nach Südfrankreich anzutreten. Dort beginnt am 13. April das nachste Training mit anschließender Teilnahme am ISAF World Cup. Wir halten Euch auf dem Laufenden und bedanken uns ganz herzlich fur die tolle Unterstützung!

Frohe Ostern :-)

Lea und Jan

Auf dem Weg nach Rio - World Cup Miami

31.01.2015

'Hello' oder besser gesagt 'Buenos Días' aus Miami,
denn hier sprechen gefühlt mehr Menschen Spanisch als Englisch...
Nach zwei Wochen Training und Regatta beenden wir unseren ersten gemeinsamen World Cup auf einem guten 18. Platz von insgesamt 50 Teilnehmern.
Wir konnten in den vergangenen Tagen sehr viel lernen und freuen uns über das Ergebnis. Auf unserem noch langen Weg nach Rio 2016 war der WorldCup in Miami ein wichtiger Zwischenstopp.

Im Anhang befindet sich unser Newsletter.

Mehr Infos zum ISAF Sailing World Cup gibt es unter miami.ussailing.org

Vielen Dank für die tolle Unterstützung,

Viele Grüße, Lea und Jan

Hier gehts zum Newsletter, bitte als  herunterladen

Auf dem Weg nach Rio - Die letzten Wochen an der Förde

20.11.14

Moin moin aus

Flensburg, wir trainieren fleißig auf der Förde.
Langsam wird es allerdings kalt in der Heimat und wir freuen uns Anfang Dezember nach Barcelona aufzubrechen.

Im Anhang(unten) befindet sich der aktuelle Newsletter, diesmal von Lea geschrieben. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

Liebe Grüße, Lea und Jan

 

Der Bericht von Lea:

Angeblich hat die Wassertemperatur der Flensburger Förde noch 10°C, gefühlt nimmt sie allerdings jeden Tag ab. Zwischen den grauen Novembertagen genießen wir aber immer noch sonnige Tage mit perfektem Wind und freuen uns über die relativ milden Lufttemperaturen. Wir sind nach wie vor fast jeden Tag auf der Förde unterwegs und kommen mit unserem Training auf dem Wasser und an Land gut voran. Unsere Schwerpunkte liegen bei der Bootstechnik (Manöver, Trimm…), der maximalen Bootsgeschwindig-keit bei allen Windbedingungen und der körperlichen Fitness. Zwei bis drei Tage die Woche segeln wir mit einem Kieler Team zusammen auf der Förde, vergleichen uns und tauschen Erfahrungen aus. Meine letzte aktive Segelzeit liegt genau genommen schon ein paar Jahre zurück. Während meiner Schulzeit bin ich als Vorschoterin intensiv 420er gesegelt, zwischendurch dann auch im Dickschiff/ Fahrtenbereich. Anschließend habe ich 2011 in Kooperation mit AIDA Cruises mit dem Nautik-Studium in Warnemünde begonnen und den Segel-/Regattasport nur noch als Ausgleich betrieben. Für mein Studium habe ich bereits 12 Monate auf See verbracht. Derzeit befinde ich mich im 7. Semester und fahre alle zwei Wochen für drei Tage nach Warnemünde, um meine Pflichttermine wahrzunehmen. Im Januar und Februar schreibe ich noch Prüfungen und gehe dann ins Urlaubssemester, um mich Vollzeit unserer Segelkampagne zu widmen. Die Umstellung vom Studentenleben zurück in den Leistungssport war für mich natürlich sehr groß. Tägliches Training auf dem Wasser, im Kraftraum und der Umfang der Organisation des Projektes… daran muss sich der Körper erst einmal gewöhnen. Doch ich freue mich jeden Tag wieder über meine Entscheidung! Wir haben für unser Training in Flensburg eine sehr gute Routine gefunden, um jeden Tag effektiv zu nutzen. Wir sind eingespielt und wachsen als Team jeden Tag noch stärker zusammen. Inzwischen hat sich auch unsere Winterplanung gefestigt und wir freuen uns darauf, am 04. Dezember mit dem Transport nach Barcelona aufzubrechen. Dort werden wir mit anderen deutschen und internationalen Teams trainieren und voraussichtlich Mitte Dezember unsere erste gemeinsame Regatta segeln. Das so genannte Christmas Race in Palamos, nordöstlich von Barcelona, findet vom 17. bis 22. Dezember statt. Wer sich den Nacra17 mal genauer anschauen möchte, ist herzlich eingeladen bei unserem täglichen Training im FSC vorbei zu schauen.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung!
Lea Spitzmann

 

An Jan’s Geburtstag gab es zur Feier des Tages nach dem Training einen leckeren Olympiakuchen.

Team Erichsen/Lutz: jetzt Erichsen/Spitzmann und neue Bootsklasse

21.10.2014 

Hallo aus Flensburg,

es ist eine Weile her, seitdem ich die letzte Mail geschrieben habe. Der Grund ist, dass sich in den vergangenen Wochen in unserem Projekt „Olympische Spiele in Rio 2016“ einiges verändert hat.
Nachdem Max und ich in diesem Jahr nicht an die Leistung des vergangenen Jahres anknüpfen konnten, sahen wir uns gezwungen, nach dem knappen Verpassen des Finales der Europameisterschaft, Konsequenzen zu ziehen. Im letzten Jahr waren wir mit guten Platzierungen bei Welt-und Europameisterschaften und dem Deutschen Meister Titel auf einem Weg in die internationale Spitze. Über den Winter und in der ersten Wettkampfhälfte diesen Jahres konnten wir jedoch unsere Form nicht finden. Am Ende fehlten in unserer Teamformation die letzten fünf Prozent Leistung, die wir im vergangenen Jahr noch hatten.
Wir haben uns deshalb entschlossen, unsere gemeinsame Segellaufbahn zu beenden. Max wird seinen Fokus in der nächsten Zeit auf seine berufliche Zukunft legen.
Für mich ist es zu diesem Zeitpunkt keine Option mit dem Olympischen Segelsport aufzuhören. Mein Ziel ist weiterhin die erfolgreiche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 und dem langfristigen Ziel einer Olympischen Medaille.
Neben dem Wechsel des Teampartners wird es für mich auch einen Wechsel der Bootsklasse geben. Ich habe mich dazu entschlossen, aus dem 49er in den Nacra17 zu steigen. Der Nacra17 ist ein Katamaran und für 2016 neu und erstmalig als Mixed-Klasse im Olympischen Programm. Ähnlich dem 49er erreicht das Boot hohe Geschwindigkeiten und ist durch seine gebogenen Schwerter extrem agil.
Eine neue Regel gibt vor, dass der Nacra17 nur als Mixed-Klasse gesegelt werden darf. Bei Olympia müssen immer Mann und Frau gemeinsam starten. Die Aufteilung an Bord ist dabei frei wählbar. Ich habe das Glück, eine Vorschoterin aus dem Flensburger Segel-Club gefunden zu haben. Lea Spitzmann wird das Projekt Rio2016 im Nacra17 mit mir gemeinsam angehen.
Wir befinden uns bereits aktiv im Training und machen täglich Fortschritte. Die bisherigen Rücksprachen mit unseren Trainern sind sehr positiv und eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 ist realistisch. Mit der neuen Bootsklasse und einer neuen Teamkonstellation haben wir nun ein straffes Programm vor uns.
Wir werden in den nächsten Wochen in Flensburg und Kiel trainieren. Anschließend beginnt im Dezember unser Wintertraining in Spanien. Die anschließende World Cup/Euro Cup Serie hat ihre Stops in Miami, Palma, Hyeres(Südfrankreich), Medemblik, Weymouth, Kieler Woche. Danach kommt, die für uns sehr entscheidende, erste Olympiaqualifikation. Die WM in Aarhus.
Die zweite Qualifikation wird die Europameisterschaft in Barcelona im September nächsten Jahres sein.
Wir sind uns der Herausforderung bewusst, sind täglich viele Stunden auf dem Wasser und unsere Motivation ist höher wie nie zuvor. Wir werden nun wieder regelmäßig von unseren Trainings, Regatten und was darüber hinaus passiert berichten und freuen uns über das bisher positive Feedback zu dem neuen Projekt und die Hilfe von unseren Sponsoren.
Im 49er konnten Max und ich in den vergangenen Jahren unsere bisher größten sportlichen Erfolge feiern. Wir gewannen 2012 die Youth Championship, wurden Vize-Junioren Weltmeister und konnten im vergangenen Jahr, in der Heimat, Deutsche Meister werden.
Vielen Dank an Max, unsere Familien, dem Flensburger Segel-Club und allen Sponsoren und Unterstützern für diese unglaubliche Reise, die wir in den vergangenen Jahren machen durften. Als Segler und als Menschen konnten wir uns einen großen Schritt weiterentwickeln.
Mein Weg im Segelsport geht weiter, zusammen mit Lea werde ich nun den nächsten Schritt gehen und als Flensburger Team haben wir das klare Ziel unsere Heimat bei den Olympischen Spielen in Rio zu vertreten. 
Beigefügt einige Bilder unserer 49er Karriere und der neuen Bootsklasse.

Liebe Grüße, Jan Hauke

Nacra 17 Team Erichsen/ Spitzmann - Fotos: Ingvild Buchholz