
Abschied vom Leistungssegeln (erst mal)
In der Clubzeitung 3 /2012 schreibt Lennart dazu:
........Nun haben wir einige Jahre des Vollzeitsegelns hinter uns und wollen uns zunächst wieder auf unsere Universitätsausbildungen konzentrieren. Morten wird sein Studium in Flensburg beenden und ich werde voraussichtlich nach dem Sommer in Kopenhagen weiterstudieren. Wir haben in den letzten Jahren viel Spaß gehabt, gelernt und bereuen trotz des verpassten Zieles diese ganzen Jahre nicht. Ganz herzlich möchten wir uns bedanken für die vielfältige Unterstützung, die uns immer wieder geholfen und gestärkt hat. Unser Dank geht an unsere Sponsoren, Freunde, Familie und natürlich an den Flensburger Segel-Club, unsere seglerische Wiege. Während der ganzen Zeit haben wir gerne an unsere Segeljugend im Verein zurückgedacht und fühlten und fühlen uns sehr gut aufgehoben.
Vielen Dank! Lennart und Morten
Den gesamten Text finden Sie unter >Clubleben >Clubzeitung
Letzte Neuigkeiten vorm WM-Start / 11.12.11
Von: Lennart Briesenick-Pudenz [mailto:briesenick.pudenz@googlemail.com] Gesendet: Sonntag, 11. Dezember 2011 06:51
Betreff: WM startet morgen
Hallo zusammen, morgen geht es los. Wir fühlen uns gut vorbereitet und genießen den letzten freien Tag. Leider haben wir in der Vorbereitungsregatta, der australischen Meisterschaften, vor gut 2 Wochen den härtesten Crash im 49er erlebt seit wir segeln. Unter Gennaker bei 20 Knoten ist uns ein Kanadier in einer klassischen Backbord/Steuerbord - Situation erst zögerlich und letztlich gar nicht ausgewichen. Eine schnelle Chaoshalse unsererseits konnte einen Zusammenstoß nicht verhindern. Dabei lagen die Boote aufeinander. Morten hat sich bei dem Zusammprall verletzt. Er ist mit dem Gesicht in die Wanten gefallen und hat sich 2 Schnitte im Gesicht zugezogen und den Kiefer gestaucht. Nach dem Nähen und einer Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus, mussten wir eine Woche pausieren. Das Boot hatte eine langgezogene Beule, die zu einer Delaminierung geführt hat. Ein sehr guter Bootsbauer hat diesen Schaden sehr gut repariert. Beim Wiegen war das Boot immer noch 900g zu leicht und wurde mit einem Ausgleichsgewicht ausgestattet. Wir haben uns von dem Schrecken allerdings gut erholt und konnten wieder fast eine Woche trainieren. Gestern hat sich das Ausnahmetalent Ben Ainslie einen Ausrutscher geleistet. Er enterte nach dem Zieldurchgang ein Kameraboot, bedrohte den Skipper und packte den Kameramann am Kragen, bevor er wieder zu seinem Schiff schwamm. Die Konsequenz war gestern zunächst die Disqualifizierung der beiden Rennen des Tages. Heute scheint es so, als sei er von der gesamten WM disqualifiziert worden.
gruß lennart und morten
49er Team Briesenick-Pudenz / Massmann aus Perth
Hallo zusammen,
wir sind nun seit guten 3 Wochen in Fremantle, Australien.
Bei unserer Ankunft hat es noch viel geregnet und eine ungewöhnliche Kühle lag über Westaustralien. Viele der Locals erzählen uns, dass das Frühjahr in diesem Jahr besonders lange gedauert hat. Nun, seit 3-4 Tagen, spüren wir den Anfang des australischen Sommers. Das Thermometer zeigt tagsüber locker über 30 Grad. Für die Windverhältnisse bedeuten diese Verhältnisse ein stabiles System. Morgen haben wir 5-6 Windstärken ablandigen sehr warmen Ostwind und Mittags eine Seebrise, die Nachmittags die selbe Stärke erreicht. Dieser Wind wird hier der "Fremantle Doctor" genannt, weil die kühle Luft vom Indischen Ozean die brütend trockene Hitze aus der Wüste ablöst.
Die Segelbedingnungen auf dem Wasser sind traumhaft aber schwierig. Auf einem Großteil der Bahnen auf der die WM für uns ab dem 12.12 ausgetragen wird ist die Wassertiefe nicht mehr als 5m. Morgens ist der Ostwind unstabil, ja fast schon chaotisch. Nachmittags ist die Welle kurz und steil und "Nosedives" gehören zu jeder Trainingseinheit dazu. Diese werden nun allerdings nach einigen Wochen Training deutlich weniger. Auf dem Wasser begegnen uns regelmäßig Delfine und fliegende Fische, die direkt vor unserem Bug aus Angst aus dem Wasser abheben und bis zu 50m schweben.
Heute haben wir, neben ein paar Bastelarbeiten am Boot, frei. Unser Material ist soweit gut vorbereitet und wir haben trotz der anspruchsvollen Bedingungen wenig Bruch gehabt.
Morgen findet hier die 3-tägige Australische Meisterschaft statt. Es werden um die 30 internationale Teams teilnehmen. Wir werden diese Regatta als Test für die WM nehmen, um unter Wettfahrtbedingungen alles nochmals durchzuchecken, bevor wir eine längere Pause machen vor der WM.
Gruß,
Lennart und Morten
